Sozialphobie
„Ja, ich gehe nicht gern unter Leute. Und nein, ich bin nicht einfach nur schüchtern oder introvertiert. Das ist der Mist, den mir alle erzählen wollen. "Komm doch mal mit!" "Du musst dich nur überwinden!" Als ob ich das nicht schon tausendmal versucht hätte. Als ob ich nicht wüsste, dass mein Leben beschissen ist, so wie es läuft.
Die Wahrheit ist: Ich kriege Panik. Richtige, körperliche Panik. Mein Herz rast, mir wird schwindlig, ich schwitze wie ein Schwein. Und das nicht bei irgendwelchen krass besonderen Situationen, sondern beim Bäcker. Beim Sch...bäcker! Wenn da mehr als zwei Leute stehen, drehe ich um. Einkaufen gehe ich nur noch nachts im 24-Stunden-Laden oder online. Soziale Kontakte? Fehlanzeige. Meine Freunde haben irgendwann aufgegeben. Kann ich ihnen nicht mal verübeln.
Arbeit ist die Hölle. Jeden Tag dieses Theater. Smalltalk in der Kaffeeküche – unmöglich. Meetings – eine Tortur. Jedes Mal, wenn ich etwas sagen soll, denke ich: Die halten mich alle für einen Vollidioten. Und wahrscheinlich haben sie recht. Ich bin 35, verdammt nochmal, und benehme mich wie ein verängstigter Teenager. Das kotzt mich so an.
Dating? Vergiss es. Apps runtergeladen, Profile erstellt, nie abgeschickt. Die Vorstellung, mich mit jemandem zu treffen, macht mich fertig. Was soll ich denn erzählen? Dass ich zu Hause hocke und nichts auf die Reihe kriege? Dass ich Einladungen absage, weil ich Angst vor anderen Menschen habe? Super attraktiv.
Das Schlimmste ist: Ich weiß, dass das nicht normal ist. Ich sehe andere Menschen, wie die einfach ihr Leben leben, und ich raffe nicht, warum ich das nicht kann. Was ist falsch mit mir? Warum bin ich so kaputt? Manchmal hasse ich mich dafür. Manchmal denke ich, vielleicht ist das jetzt einfach mein Leben und ich muss damit klarkommen.
Aber ehrlich? Ich will das nicht mehr. Ich will nicht mehr diese Panik spüren, diese Scham, diese verdammte Einsamkeit. Ich brauche Hilfe. Keine Sprüche, keine gut gemeinten Ratschläge, sondern echte Hilfe. Jemanden, der versteht, was da mit mir abgeht, und mir zeigt, wie ich aus diesem Loch wieder rauskomme.“
Panik, Scham und Einsamkeit zu begegnen - Ruhe in Ihnen zu finden und die Angst vor Begegnungen zu verlieren; gerne begleiten wir Sie dabei. Melden Sie sich gerne.